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Gesichtsfeld­untersuchung (Perimetrie)

Gesichtsfeld­untersuchung (Perimetrie)

Was bedeutet „Gesichtsfeld“?

Das Gesichtsfeld beschreibt den gesamten Bereich, den Sie beim Blick geradeaus wahrnehmen können, ohne die Augen oder den Kopf zu bewegen. Dazu gehört nicht nur das zentrale Sehen (zum Lesen und Erkennen von Details), sondern auch das periphere Sehen „aus dem Augenwinkel“.

Genau dieses Randsehen ist im Alltag enorm wichtig, zum Beispiel beim Autofahren, Treppensteigen oder im Straßenverkehr.

Warum wird eine Perimetrie durchgeführt?

Eine Gesichtsfelduntersuchung hilft dabei festzustellen, ob Ihr Sehen irgendwo Einschränkungen aufweist – auch dann, wenn Sie selbst noch nichts bemerken. Besonders relevant ist die Untersuchung bei:

  • Glaukom (Grüner Star)
  • Auffälligkeiten am Sehnerv
  • bestimmten neurologischen Fragestellungen (z. B. bei Beschwerden wie „blinde Flecken“)

Beim Glaukom werden empfindliche Nervenzellen der Netzhaut bzw. des Sehnervs schrittweise geschädigt. Typisch ist, dass die Ausfälle oft unbemerkt am Rand beginnen. Ohne Behandlung kann sich das Gesichtsfeld zunehmend verengen – im fortgeschrittenen Stadium bleibt im Extremfall nur noch ein kleiner „Tunnelblick“.

Eine regelmäßige Perimetrie ist daher ein wichtiger Baustein, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den Verlauf zu kontrollieren.

Wie läuft die Untersuchung ab?

In unserer Augenarztpraxis in Rodgau führen wir in der Regel eine statische, computergesteuerte Gesichtsfeldmessung durch. Der Ablauf ist unkompliziert:

  • 1. Sie sitzen entspannt vor einem Halbkugelschirm bzw. Messgerät.
  • 2. Ein Auge wird untersucht, das andere wird abgedeckt.
  • 3. Sie fixieren einen festen Punkt in der Mitte.
  • 4. An verschiedenen Stellen leuchten Lichtpunkte auf.
  • 5. Sobald Sie einen Lichtreiz wahrnehmen, drücken Sie eine Taste.

Die Lichtpunkte werden in ihrer Helligkeit so angepasst, dass das Gerät exakt bestimmen kann, ab wann Sie den Reiz sehen. Dadurch entsteht eine sehr präzise „Landkarte“ Ihres Gesichtsfelds.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Messdaten werden digital gespeichert und mit Normwerten verglichen. Das ist besonders hilfreich, wenn wir Verlaufskontrollen durchführen – etwa bei Glaukompatientinnen und -patienten oder bei grenzwertigen Befunden.

So können wir Veränderungen objektiv beurteilen und die Therapie bei Bedarf rechtzeitig anpassen.