Nachstar nach Grauer-Star-Operation
Nachstar nach Grauer-Star-Operation
Was ist ein Nachstar?
Nach einer Operation des Grauen Stars (Katarakt) wird die trübe körpereigene Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Zur Stabilisierung bleibt die hintere Linsenkapsel in der Regel im Auge. Monate oder Jahre später kann sich diese Kapsel erneut eintrüben – man spricht vom Nachstar (Cataracta secundaria).
Typische Beschwerden:
- verschwommene, graue oder „neblige“ Sicht,
- erhöhte Blendempfindlichkeit,
- nachlassende Sehschärfe, z. B. beim Lesen oder Autofahren.
Ca. 30 Prozent der Patientinnen und Patienten entwickelt im Verlauf einen Nachstar – das ist eine bekannte, gut behandelbare Spätfolge.
Diagnostik: Erst prüfen, dann lasern
Bevor gelasert wird, schließen wir andere Ursachen einer Sehverschlechterung aus. Je nach Situation gehören dazu:
- Sehtest / Bestimmung der Sehschärfe,
- Untersuchung des Auges an der Spaltlampe,
- Messung des Augeninnendrucks,
- ggf. Untersuchung des Augenhintergrundes (oft mit erweiterter Pupille),
- bei Bedarf zusätzliche Netzhautdiagnostik.
Laserbehandlung beim Nachstar (YAG-Laser-Kapsulotomie)
Die Standardtherapie ist die YAG-Laserbehandlung. Dabei wird mit gezielten Laserimpulsen eine kleine Öffnung in die eingetrübte Hinterkapsel erzeugt. Das Licht kann anschließend wieder ungehindert auf die Netzhaut fallen, die Sicht wird wieder klar.
Vorteile:
- schnell, ambulant, meist innerhalb weniger Minuten,
- schmerzfrei (keine Schnitte, keine Nähte),
- oft rasche Verbesserung des Sehens.
Nachsorge nach der Nachstar-Laserbehandlung
Unmittelbar nach der Behandlung kann das Sehen noch vorübergehend verschwommen sein. Daher gilt:
- Bitte kommen Sie nicht selbst mit dem Auto.
- In der Regel erfolgt eine Augendruckkontrolle am Folgetag und erneut eine weitere Kontrolle nach 1–2 Wochen.
- Falls Sie bereits drucksenkende Tropfen anwenden, sollten diese in der Regel zunächst weiter genutzt werden – genaue Anweisungen erhalten Sie individuell.